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Bayer setzt bei Antikörperforschung auf Zusammenarbeit mit KI-Spezialist Cradle

Der Pharmakonzern Bayer treibt die Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Wirkstoffforschung weiter voran. Zu diesem Zweck geht das Unternehmen eine auf drei Jahre angelegte strategische Zusammenarbeit mit dem niederländischen KI-Spezialisten Cradle ein. Ziel ist es, die Entwicklung und Optimierung therapeutischer Antikörper deutlich zu beschleunigen.
07.01.2026

Kern der Kooperation ist der Einsatz einer generativen KI-Plattform für Protein-Engineering, die direkt in die bestehenden Forschungs- und Entwicklungsprozesse von Bayer integriert wird. Dadurch sollen bessere Moleküle schneller in die klinische Entwicklung gelangen. Weniger Optimierungsschleifen, eine höhere Wirksamkeit und eine bessere Herstellbarkeit sollen die Erfolgswahrscheinlichkeit neuer Antikörper, gerade bei komplexen Wirkmechanismen, erhöhen. Nach einem erfolgreichen Praxistest entschied sich Bayer für Cradle als bevorzugten Technologiepartner. Die Software unterstützt einen „Lab-in-the-Loop“-Ansatz, bei dem KI und Experiment eng verzahnt arbeiten. Ergänzend starten beide Partner ein gemeinsames Forschungsprojekt im Bereich Machine Learning, um die Fähigkeiten weiter auszubauen. Die Zusammenarbeit steht exemplarisch für einen Wandel in der Pharmaforschung. KI wird nicht mehr punktuell, sondern über ganze Wirkstoffportfolios hinweg eingesetzt. Für Bayer bedeutet dies einen weiteren Schritt hin zu schnelleren Entwicklungszyklen und wirksameren Medikamenten für Patientinnen und Patienten.

Pressemitteilung der "Bayer Corporation" vom 07.01.2026