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Bayer Tochter Vividion erweitert klinische Entwicklung einer neuen Darmkrebstherapie

Die Bayer Tochter Vividion Therapeutics treibt die Entwicklung ihres Krebsmedikaments VVD-214 voran. Mitte Oktober 2026 wurde der erste Patient in eine internationale Phase II Studie aufgenommen. Untersucht wird der Wirkstoff in Kombination mit der Immuntherapie Pembrolizumab zur Erstbehandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs. Das Unternehmen will herausfinden, ob sich durch die Kombination die Wirksamkeit der bisherigen Standardtherapie verbessern lässt.
15.10.2026

Im Mittelpunkt stehen Tumoren mit hoher Mikrosatelliteninstabilität oder einer gestörten DNA Reparatur. Diese genetischen Veränderungen treten bei einem Teil der Darmkrebserkrankungen auf und machen die Tumorzellen besonders abhängig von bestimmten Reparaturmechanismen. VVD-214 setzt genau dort an. Der Wirkstoff hemmt das Enzym Werner Helikase, das eine Rolle bei der Reparatur beschädigter DNA spielt. Dadurch sollen Krebszellen gezielt geschädigt werden, während gesundes Gewebe möglichst wenig beeinträchtigt wird. An der randomisierten Studie sollen rund 140 Patienten in etwa 21 Ländern teilnehmen. Verglichen wird die Kombination aus VVD-214 und Pembrolizumab mit einer alleinigen Behandlung durch Pembrolizumab. Ein zentraler Endpunkt ist der Anteil der Patienten, deren Erkrankung nach sechs Monaten nicht fortgeschritten ist.

Erste klinische Untersuchungen in einer Phase I Studie lieferten Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit und Verträglichkeit des Wirkstoffs. Belastbare Aussagen zum zusätzlichen therapeutischen Nutzen sind daraus bislang jedoch nicht ableitbar. Parallel untersucht Vividion VVD-214 in Kombination mit Bevacizumab bei Patienten, deren Darmkrebs bereits vorbehandelt wurde.

Für Bayer ist das Entwicklungsprogramm Teil seiner Strategie, gezielt in neue molekulare Angriffspunkte der Krebsmedizin zu investieren. Vividion konzentriert sich dabei auf Wirkstoffe gegen bislang schwer zugängliche Zielstrukturen in Krebszellen. Die laufende Studie soll nun zeigen, ob die Hemmung der Werner Helikase einen zusätzlichen therapeutischen Nutzen gegenüber etablierten Immuntherapien bieten kann.

News der "BAYER AG" vom 15.10.2026