Das Ziel ist ambitioniert. Deutschland soll sich zu einem der weltweit attraktivsten Standorte für Biotechnologie entwickeln. Dahinter steht die Erkenntnis, dass die Technologie weit mehr ist als ein Werkzeug der Medizin. Sie gilt zunehmend als Schlüsselindustrie für Gesundheit, Ernährung, Landwirtschaft und industrielle Wertschöpfung. Besonders im Gesundheitsbereich formuliert die Bundesregierung konkrete Meilensteine. Bereits bis 2028 soll die erste individualisierte mRNA Krebsimmuntherapie zur Zulassung gelangen. Parallel entsteht in Berlin ein neues Zentrum für Gen und Zelltherapien, das mit bis zu 100 Millionen Euro gefördert werden soll und Raum für zahlreiche Startups bietet. Ziel ist es, Forschung schneller in marktfähige Therapien zu überführen und die Lücke zwischen Labor und Patientenversorgung zu schließen. Die Roadmap folgt damit einem globalen Trend. Immer stärker verschmelzen Biologie, Datenwissenschaft und Künstliche Intelligenz zu einer neuen Innovationsplattform. Neue Medikamente lassen sich schneller entwickeln, Krankheiten präziser diagnostizieren und Therapien individueller anpassen. Deutschland will sich in diesem Wettlauf nicht länger auf seine Rolle als Forschungsstandort beschränken, sondern auch industrielle Wertschöpfung im eigenen Land aufbauen. Für die Branche ist das ein wichtiges Signal. Nach Jahren intensiver Forschung soll Biotechnologie künftig nicht nur wissenschaftliche Durchbrüche liefern, sondern auch neue Unternehmen, Arbeitsplätze und Wachstum schaffen. Damit wird die Lebenswissenschaft zu einem zentralen Baustein der deutschen Innovations- und Wirtschaftspolitik.
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Pressemitteilung des "Bundesministerium Forschung, Technologie und Raumfahrt" vom 20.05.2026