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EY Bericht zeigt wachsende Finanzierungslücke in der Biotechnologie

Der EY German Biotechnology Report 2026 zeichnet ein differenziertes Bild der deutschen Biotechnologiebranche. Die Unternehmen sammelten im Jahr 2025 insgesamt 1,8 Milliarden Euro an frischem Kapital ein, und damit rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Zusätzlich verschärft sich der Zugang zu Wachstumskapital. Vor allem junge Unternehmen in der Expansionsphase haben zunehmend Schwierigkeiten, Folgefinanzierungen zu sichern. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei den Series-B-Finanzierungen.
08.06.2026

Das Volumen von Series-B-Finanzierungen sank auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren. Zugleich floss ein Großteil des verfügbaren VC-Kapitals in wenige, bereits etablierte Unternehmen. Nach Einschätzung von EY entsteht dadurch eine Finanzierungslücke zwischen erfolgreicher Gründung und industrieller Skalierung. Trotz des schwierigen Marktumfelds entwickelte sich die Branche insgesamt stabil. Der Umsatz lag mit zwölf Milliarden Euro nur leicht unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten auf knapp 60.000. Die Zahl der Biotechnologieunternehmen nahm weiter zu. Positive Signale kommen aus der klinischen Entwicklung. Die Zahl der Phase II Studien erhöhte sich innerhalb eines Jahres deutlich, während Phase III Projekte stabil blieben. Der Bericht macht deutlich, dass Deutschland weiterhin über eine starke wissenschaftliche Basis verfügt. Ob daraus künftig mehr wirtschaftliche Wertschöpfung entsteht, hängt nach Einschätzung von EY maßgeblich davon ab, ob ausreichend Wachstumskapital für die nächsten Entwicklungsschritte bereitsteht.

Quelle: EY, 08.06.2026