Spieth ist seit 2006 am Universitätsklinikum tätig und seit 2018 stellvertretender Klinikdirektor. Er leitet die anästhesiologische Intensivstation und war maßgeblich am Aufbau des Dresdner Zentrums zur Behandlung schweren Lungenversagens beteiligt. Seit Oktober 2026 hat er zudem die W3 Professur für Anästhesiologie und Intensivtherapie an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden inne. Einen Ruf an eine andere Universität hatte er zuvor abgelehnt. Neben der klinischen Tätigkeit liegt sein wissenschaftlicher Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung intensivmedizinischer Behandlungsmethoden. Dazu zählen neue Beatmungsverfahren, digitale Medizin, datenbasierte Analysen und intelligente Sensorik. Spieth hat bislang mehr als 170 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht und über drei Millionen Euro Drittmittel eingeworben. Mit dem Führungswechsel setzt das Universitätsklinikum auf personelle und wissenschaftliche Kontinuität in einem zentralen Bereich der Maximalversorgung. Die Klinik beschäftigt mehr als 170 Ärztinnen und Ärzte und führt jährlich rund 35.000 Anästhesieverfahren durch. Hinzu kommen mehr als 1.500 intensivmedizinisch behandelte Patienten sowie Aufgaben in der Notfallmedizin und Schmerztherapie. Die Nachfolgeregelung steht zugleich für die zunehmende Verbindung von klinischer Intensivmedizin, technologischer Entwicklung und datenbasierter Forschung. Insbesondere bei der Behandlung schwerer Lungenerkrankungen und dem Einsatz digitaler Verfahren ergeben sich daraus neue Ansätze für die Weiterentwicklung der Patientenversorgung.
Pressemitteilung des "Universitätsklinikums Leipzig" vom 14.10.2026