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Kälte gegen Schmerzen nach Trichterbrust Operationen

Das Universitätsklinikum Leipzig setzt bei minimalinvasiven Trichterbrust Operationen seit einem Jahr routinemäßig Kryoablation zur Schmerzreduktion ein. Dabei werden die zwischen den Rippen verlaufenden Nerven mit einer Sonde auf annähernd minus 80 Grad gekühlt. Die Schmerzleitung wird dadurch für mehrere Wochen bis Monate unterbrochen, während die Struktur des Nervs erhalten bleibt und sich anschließend regeneriert.
28.07.2026

Nach Angaben des UKL zeigen die bisherigen klinischen Erfahrungen einen geringeren Schmerzmittelbedarf und eine schnellere Mobilisierung nach dem Eingriff. Zugleich habe sich die Dauer des stationären Aufenthalts verkürzt. Damit adressiert das Verfahren einen relevanten Faktor bei der minimalinvasiven Korrektur einer Trichterbrust. Zwar kommt die sogenannte Nuss-Methode ohne große Schnitte aus, das Einsetzen von Metallbügeln unter das Brustbein kann nach der Operation jedoch erhebliche Schmerzen verursachen. In Leipzig wird die Kryoablation inzwischen als Bestandteil des Behandlungskonzepts eingesetzt. Kinderchirurgie, Thoraxchirurgie und Anästhesiologie arbeiten dabei gemeinsam an Operationsplanung, Schmerztherapie und Nachsorge. Für Kliniken ist der Ansatz auch mit Blick auf Prozesse interessant. Eine wirksamere postoperative Schmerzkontrolle kann nicht nur die Belastung für Patienten reduzieren, sondern auch Medikamenteneinsatz, Mobilisierung und stationäre Verweildauer beeinflussen.

Pressemitteilung des "Universitätsklinikums Leipzig" vom 28.07.2026