Internationale Aufmerksamkeit erlangte Doeller mit dem Nachweis sogenannter Gitterzellen im menschlichen Gehirn. Diese Nervenzellen liefern ein inneres Koordinatensystem und gelten als Grundlage für Orientierung, Planung und logisches Schlussfolgern. Seine Forschung zeigt, dass räumliche Prinzipien auch abstraktem Denken zugrunde liegen und somit Entscheidungsprozesse strukturieren. Diese Erkenntnisse sind nicht nur grundlegend, sondern auch relevant für das Verständnis neurologischer Erkrankungen und kognitiver Störungen.
Mit dem Preisgeld von 2,5 Millionen Euro kann Doeller seine Forschung bis zu sieben Jahre lang flexibel vorantreiben. Der Leibniz-Preis wird im März 2026 in Berlin verliehen und unterstreicht zugleich die internationale Strahlkraft des Forschungsstandorts Leipzig.
Pressemitteilung des "Max-Planck-Instituts" vom 11.12.2025