Hintergrund ist eine strukturelle Schwäche des deutschen Studienstandorts. Im internationalen Vergleich nehmen hierzulande weniger Patientinnen und Patienten an randomisierten klinischen Studien teil. Zugleich fehlt es an Ärzten, die eigene wissenschaftliche Fragestellungen in sogenannte Investigator-Initiated Trials überführen und verantwortlich durchführen. LeiCoT setzt an dieser Lücke an. Zwölf Stellen für Advanced Clinician Scientists werden jeweils über sechs Jahre gefördert. Vorgesehen sind geschützte Forschungszeiten neben der klinischen Tätigkeit, Mentoring, Zugang zu Forschungsinfrastruktur sowie die Möglichkeit, eigene Kohortenstudien und randomisierte Studien aufzubauen. Inhaltlich konzentriert sich das Programm auf Stoffwechselerkrankungen, Herz und Gehirn sowie Krebs und ist eng mit dem Leipziger Exzellenzcluster LeiCeM verbunden. Für den Forschungsstandort Deutschland ist das Vorhaben relevant, weil eigene Studienkompetenz mitentscheidet, ob neue Therapien stärker aus der klinischen Praxis heraus entwickelt und geprüft werden können.
News der "Universität Leipzig" vom 14.09.2026