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Leipzig setzt auf akademische Expertise am Patientenbett

Die Pflege verändert sich rasant. Was einst vor allem von Erfahrung und praktischer Routine geprägt war, entwickelt sich zunehmend zu einem hochspezialisierten Berufsfeld mit wissenschaftlichem Fundament. Das Universitätsklinikum Leipzig gehört zu den Vorreitern dieser Entwicklung und setzt gezielt auf akademisch qualifizierte Pflegekräfte mit erweiterten Kompetenzen.
12.05.2026

Ein sichtbares Zeichen dafür sind sogenannte Advanced Practice Nurses. Diese speziell ausgebildeten Pflegeexpertinnen übernehmen eigenständig anspruchsvolle Aufgaben in der Patientenversorgung und bringen wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in den Klinikalltag ein. Ihr Ziel ist es, Behandlungen besser zu koordinieren, Versorgungslücken zu schließen und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern. Besonders deutlich wird das in der Krebsmedizin. Dort begleiten die Pflegeexpertinnen Menschen während einer Chemotherapie mit umfassenden Beratungsangeboten. Sie betrachten nicht nur einzelne Symptome, sondern die gesamte Lebenssituation der Betroffenen. Von Ernährung und Bewegung bis zur Vorbereitung auf die Zeit nach dem Klinikaufenthalt entsteht so eine Betreuung, die medizinische Qualität und persönliche Begleitung miteinander verbindet. Für das Universitätsklinikum Leipzig ist dieser Weg Teil einer langfristigen Strategie. In den vergangenen fünf Jahren wuchs das Pflegeteam trotz des bundesweiten Fachkräftemangels um rund 30 Prozent auf inzwischen mehr als 2.800 Mitarbeitende. Parallel wurden neue Stellen für akademisch ausgebildete Pflegekräfte geschaffen. Der nächste Schritt ist bereits geplant. Im Krebszentrum des UKL entsteht in den kommenden Monaten die erste pflegerische Sprechstunde. Sie steht exemplarisch für einen Wandel, der weit über Leipzig hinausreicht. Pflege wird zunehmend zu einer eigenständigen, wissenschaftlichen Disziplin und damit zu einem entscheidenden Faktor für die Qualität moderner Gesundheitsversorgung.

Pressemitteilung des "Universitätsklinikum Leipzig" vom 12.05.2026