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Leipziger Großprojekt will Sepsisversorgung verbessern

Eine Sepsis zählt zu den gefährlichsten medizinischen Notfällen. In Deutschland sterben jährlich rund 75.000 Menschen an einer Blutvergiftung, obwohl viele dieser Todesfälle vermeidbar wären. Ein neues Großprojekt unter der Leitung des Universitätsklinikums Leipzig will das ändern und setzt dabei konsequent auf Daten und moderne Diagnostik.
21.02.2026

Das Forschungs- und Versorgungsprojekt „oPTiSEP” wird mit 7,5 Millionen Euro gefördert und bringt Expertinnen und Experten aus den Bereichen Intensivmedizin, Notfallmedizin, Infektiologie und Medizininformatik zusammen. Ziel ist es, die Behandlung von Sepsis über alle Stationen hinweg besser zu vernetzen – vom Rettungsdienst über die Notaufnahme bis zur Intensivstation und zur Rehabilitation. Im Mittelpunkt steht dabei die digitale Verknüpfung von Routinedaten aus allen Phasen der Patientenversorgung. Auf dieser Grundlage sollen datenbasierte Entscheidungshilfen entstehen, die kritische Verläufe früher erkennen und Ärzte bei Therapieentscheidungen unterstützen. Gleichzeitig setzen die Forschenden auf modernste molekulare Diagnostik, die Krankheitserreger schneller identifizieren kann und somit eine präzisere Behandlung ermöglicht. Wenn das gelingt, könnte oPTiSEP mehr sein als ein Forschungsprojekt. Es wäre ein neuer Ansatz im Kampf gegen Sepsis, bei dem Daten und klinische Erfahrung zusammenwirken, um Leben zu retten.

Pressemitteilung des "Universitätsklinikums Leipzig" vom 21.02.2026