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Medizintechnik auf Kurs Zukunft

Die Bundesregierung startet einen koordinierten, ressortübergreifenden Strategieprozess für die Branchen Pharma und Medizintechnik. Sie wertet den Sektor damit als Leitwirtschaft Deutschlands auf. Der Branchenverband BVMed begrüßt diesen Schritt und sieht darin die Chance, die Rahmenbedingungen grundlegend zu verbessern. Bereits am 12. November 2025 fand im Bundeskanzleramt die Auftaktveranstaltung statt, bei der Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und Gesundheit erstmals gemeinsam an einem Strang zogen.
12.11.2025

BVMed-Geschäftsführer Marc-Pierre Möll machte deutlich, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb um Investitionen und Fachkräfte steht und nur mit wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen im Bereich MedTech bestehen kann. Im Zentrum stehen dabei fünf strategische Zielsetzungen: die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Branche sichern, die Gesundheitsversorgung gewährleisten, die Versorgungssicherheit stärken, die Digitalisierung und KI nutzen sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit ausbauen. Die Zahlen untermauern die Bedeutung der Medizintechnik: Die Branche beschäftigt über 210.000 Menschen und erwirtschaftet einen Produktionswert von rund 46 Milliarden Euro im Jahr 2024. Damit ist sie doppelt so groß wie die Pharmaindustrie und von zentraler Bedeutung für die industrielle Gesundheitswirtschaft. Mit dem nun gestarteten Dialogprozess will die Bundesregierung gemeinsam mit der Branche bis 2026 ein umfassendes Strategiepapier erarbeiten, das konkrete Maßnahmen zu den Themen Entbürokratisierung, Innovation und Versorgungssicherheit enthält. Dieser Ansatz könnte Deutschland als MedTech-Standort neu profilieren und zu einer schnelleren Umsetzung medizinischer Innovationen führen.

Pressemitteilung des "BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V." vom 12.11.2025