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Neue Generation der Krebsimmuntherapie startet in die Klinik

Die Krebsforschung erlebt einen weiteren Schritt hin zu präziseren Zelltherapien. Das Berliner Biotechnologieunternehmen T-Knife Therapeutics hat die Genehmigung erhalten, eine erste klinische Studie mit seiner neuen T-Zelltherapie TK 6302 zu starten. Die Phase-1-Studie mit dem Namen ATLAS soll noch in diesem Jahr in Europa beginnen und richtet sich an Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren.
03.03.2026

Im Zentrum der Therapie stehen genetisch veränderte Immunzellen, die gezielt Krebszellen angreifen. TK 6302 wurde mit Hilfe der Genschere CRISPR entwickelt und ist auf das Krebsziel PRAME ausgerichtet, ein Protein, das in vielen aggressiven Tumorarten vorkommt, darunter Lungen, Eierstock, Haut und Brustkrebs. Die modifizierten T-Zellen wurden zusätzlich mit mehreren biologischen Funktionen ausgestattet, die ihre Widerstandskraft und Wirksamkeit im Tumorgewebe erhöhen sollen. Nach Angaben des Unternehmens zeigen präklinische Studien eine besonders starke und anhaltende Aktivität der Zellen gegen Tumormodelle. Die Therapie konnte Krebszellen über mehrere Zyklen hinweg zerstören und blieb auch in komplexen, dreidimensionalen Gewebemodellen aktiv. Mit dem Start der ATLAS Studie wird das Unternehmen erstmals zu einem klinischen Entwickler. Für die Branche gilt der Schritt als wichtiger Test, dafür, ob neue, CRISPR basierte Zelltherapien auch bei soliden Tumoren wirken können, einem Bereich, in dem bisherige Immuntherapien oft an ihre Grenzen stoßen.

Pressemitteilung von "T-knife Therapeutics" vom 03.03.2026