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Neuer Kopf am UKL übernimmt Leitung der Hämatologie und Zelltherapie

Prof. Dr. Klaus Metzeler übernimmt am Universitätsklinikum Leipzig die Leitung einer Disziplin, die sich rasant verändert und für viele Patienten neue Perspektiven eröffnet. Seit dem 1. Mai führt der 48-Jährige die Klinik für Hämatologie, Zelltherapie, Hämostaseologie und Infektiologie und setzt damit seinen Weg fort, den er bereits seit 2025 kommissarisch geprägt hat. Metzeler steht für eine Generation von Medizinern, die Forschung und Versorgung eng verzahnen. In Leipzig hat er sich in den vergangenen Jahren als Experte für Leukämien und Lymphome etabliert und zugleich die Diagnostik der Klinik weiterentwickelt.
28.04.2026

Seine wissenschaftliche Arbeit fokussiert sich auf frühe molekulare Veränderungen von Blutzellen, die als Vorstufen von Blutkrebs gelten. Bei Menschen über 70 Jahren treten solche Veränderungen bei bis zu 30 bis 40 Prozent auf, doch nur ein kleiner Teil entwickelt tatsächlich eine Erkrankung. Genau hier setzt eine langfristig angelegte Registerstudie an, die von Leipzig aus gesteuert wird. Die Klinik selbst ist ein Schwergewicht der Versorgung. Jährlich werden mehr als 1.300 Patientinnen und Patienten stationär behandelt, hinzu kommen über 20.000 ambulante Kontakte. Gleichzeitig hat sich das therapeutische Spektrum grundlegend gewandelt. Neben klassischen Verfahren gewinnen zielgerichtete Medikamente und Zelltherapien zunehmend an Bedeutung. Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden rund 300 CAR T Zelltherapien durchgeführt, zuletzt etwa 100 pro Jahr. Für Metzeler ist das erst der Anfang. Perspektivisch sollen CAR T Zellen direkt in Leipzig hergestellt werden, in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI. Damit soll ein schneller Zugang zu hochmodernen Therapien sowie eine Klinik, die Forschung, Innovation und Patientenversorgung zusammen denkt, unter einem Dach vereint werden.

Pressemitteilung des "Universitätsklinikum Leipzig" vom 28.04.2026