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Novartis bringt Radioligandentherapie nach Halle

Das Pharmaunternehmen Novartis hat beschlossen, in Halle an der Saale eine neue Produktionsstätte für Radioligandentherapien (RLT) zu errichten. Damit reagiert der Konzern einerseits auf die stark gestiegene Nachfrage nach Präzisionsmedikamenten gegen Krebs und stärkt andererseits Sachsen-Anhalt als Standort für Hightech-Pharmazie.
10.11.2025

In der künftigen Anlage wird eine halbautomatische Fertigungslinie errichtet, die sich bei Bedarf um weitere Wirkstoffe erweitern lässt. Die Nähe zu medizinischen Zentren und Verkehrsachsen erfüllt wichtige logistische Anforderungen, ein entscheidender Vorteil, wenn radioaktive Präparate schnell zu Patienten geliefert werden müssen. Novartis ist derzeit das einzige Unternehmen in Deutschland mit zwei zugelassenen RLT-Produkten und verfolgt ambitionierte Pläne: Neue Isotope, Liganden und Kombinationstherapien sollen die Einsatzbereiche über Prostatakrebs hinaus auf Krebsarten wie Brust-, Darm-, Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs ausweiten. Für die Region bedeutet der Neubau nicht nur eine erhebliche Investition, laut Presseberichten rund 35 bis 40 Millionen Euro, sondern auch neue Arbeitsplätze und eine Stärkung des Wissenschaftsstandorts Halle. Mit dieser Entscheidung sendet Novartis ein starkes Signal: Die Radioligandentherapie soll in Deutschland künftig nicht nur innovativ entwickelt, sondern auch lokal produziert und rasch verfügbar gemacht werden. Dies verbindet Industrie, Forschung und Patientenversorgung enger miteinander.

Pressemitteilung der "Novartis Pharma GmbH" vom 10.11.2025