Im Mittelpunkt der Arbeit steht eine Frage, die viele Krebspatienten bewegt. Was tun, wenn klassische Therapien nicht mehr greifen. Genau hier setzt das Leipziger Zentrum an. Ärzte untersuchen das Tumormaterial von Patientinnen und Patienten mit modernen Sequenzierverfahren und analysieren genetische Veränderungen im Krebsgewebe. Ziel ist es Hinweise auf mögliche zielgerichtete Therapien zu finden die individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Die Ergebnisse werden anschließend in einem molekularen Tumorboard diskutiert. In diesem interdisziplinären Gremium entwickeln Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen eine Therapieempfehlung, die auf den genetischen Besonderheiten des Tumors basiert. Das Tumorboard arbeitet dabei eng mit dem Universitätsklinikum Jena im Rahmen des Mitteldeutschen Krebszentrums zusammen. Mit der Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft erhält das Leipziger Zentrum nun eine wichtige Bestätigung seiner Qualität. Zugleich stärkt der Schritt die Rolle Mitteldeutschlands in einem der dynamischsten Felder der modernen Medizin der personalisierten Krebsbehandlung.
News der "Universität Leipzig" vom 27.02.2026