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Radar-Sensoren könnten Pflegekräfte bei Routineaufgaben entlasten

Kontaktlos erfasste Vitalwerte könnten Pflegekräfte bei wiederkehrenden Routineaufgaben entlasten. Darauf deutet eine Machbarkeitsstudie der Universitätsmedizin Halle hin. Untersucht wurde das radarbasierte Monitoringsystem Neteera 130 H Plus auf einer geriatrischen und einer Dialysestation unter realen Bedingungen.
24.09.2026

Das System misst unter anderem Herzfrequenz und Atemfrequenz sowie Schlaf, Bewegung und Positionsveränderungen. Sensoren oder Elektroden am Körper sind dafür ebenso wenig erforderlich wie eine Kamera. In der vierwöchigen Untersuchung waren 16 Geräte in sieben Patientenzimmern installiert. Beim Erfassen von Herzrate und Atemfrequenz benötigte das kontaktlose System im Mittel 20,3 Sekunden. Bei konventionellen Verfahren waren es 133,8 Sekunden. Die beteiligten Pflegekräfte bewerteten auch die Bedienbarkeit positiv. Auf der System Usability Skala erreichte die Technologie 74,5 von 100 Punkten. Für Krankenhäuser liegt das Potenzial vor allem in der kontinuierlichen Messung und automatisierten Dokumentation. Patienten müssten für bestimmte Kontrollen zudem nicht eigens aufgesucht oder nachts geweckt werden. Die Ergebnisse stammen allerdings aus einer Machbarkeitsstudie. Weitere Untersuchungen müssen nun zeigen, wie groß die tatsächliche Entlastung im klinischen Alltag ausfällt und für welche Versorgungsbereiche sich kontaktloses Monitoring besonders eignet.

News der "HEALTH-CARE-COM GmbH" vom 24.09.2026