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Telix übernimmt ITM und baut Radiopharma Wertschöpfung aus

Der australische Radiopharma-Konzern Telix will den Münchner Radioisotopenhersteller ITM übernehmen. Der vereinbarte Unternehmenswert liegt zunächst bei 1,65 Milliarden US Dollar. Hinzu kommen mögliche Zahlungen von bis zu 700 Millionen US Dollar, die an Zulassungen und Umsatzziele des Therapiekandidaten ITM 11 gekoppelt sind. Der Abschluss der Transaktion ist bis Ende 2026 vorgesehen und steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Aktionären und zuständigen Behörden.
21.09.2026

Mit der Übernahme verbindet Telix die eigene Entwicklung und Vermarktung von Radiopharmazeutika enger mit der Produktion wichtiger therapeutischer Radioisotope. ITM liefert unter anderem Lutetium 177 und baut Kapazitäten für weitere Isotope wie Actinium 225 und Terbium 161 auf. Das Unternehmen beliefert Kunden in mehr als 65 Ländern und erzielte 2025 einen Umsatz von 273 Millionen US Dollar. Zusätzlich erhält Telix Zugriff auf die klinische Pipeline von ITM. Dazu gehört ITM 11 zur Behandlung gastroenteropankreatischer neuroendokriner Tumoren. Der Wirkstoff hat bereits eine Phase 3 Studie abgeschlossen. Beide Unternehmen ergänzen sich damit sowohl technologisch als auch entlang der Wertschöpfungskette, von der Isotopenproduktion über die Arzneimittelentwicklung bis zur Vermarktung. Für die Branche unterstreicht die Transaktion die wachsende Bedeutung vertikaler Integration im Radiopharmamarkt. Mit zunehmender Zahl klinischer Programme werden nicht nur Wirkstoffkandidaten und Zulassungen zum Engpass. Entscheidend werden zugleich verlässliche Isotopenquellen, Produktionskapazitäten, Logistik und internationale Lieferketten. Genau diese Infrastruktur wird damit zunehmend selbst zum strategischen Vermögenswert.

News von "Telix Pharmaceuticals Limited" vom 21.09.2026