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Universitätsklinikum Leipzig behandelt jährlich Hunderte Schlaganfallpatienten mit Spezialverfahren

Am Universitätsklinikum Leipzig werden jedes Jahr mehrere Hundert Schlaganfallpatienten mit einer mechanischen Thrombektomie behandelt. Dabei entfernen spezialisierte Neuroradiologen Blutgerinnsel aus verschlossenen Hirngefäßen. Der minimalinvasive Eingriff kann schwere Folgeschäden verhindern, wenn er rechtzeitig erfolgt.
26.10.2026

Bei der Behandlung führen die Ärzte einen Katheter über eine Arterie bis zum betroffenen Gefäß im Gehirn. Das Gerinnsel wird dort abgesaugt oder mithilfe eines speziellen Instruments entfernt. Entscheidend ist die Geschwindigkeit, denn mit jeder Minute ohne ausreichende Sauerstoffversorgung steigt das Risiko bleibender Hirnschäden. Die Versorgung übernimmt ein Team von lediglich fünf bis sechs spezialisierten Ärzten am Institut für Neuroradiologie unter Leitung von Professor Karl-Titus Hoffmann. Trotz der begrenzten personellen Ressourcen ist die Behandlung seit 2009 durchgehend rund um die Uhr verfügbar. Die Ausbildung und langfristige Bindung qualifizierter Fachkräfte bleibt jedoch eine Herausforderung. Eine wichtige Rolle spielt deshalb die Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern. Im zertifizierten INNSA-Netzwerk kooperiert das UKL unter anderem mit Kliniken in Borna, Altenburg und Altscherbitz. Über teleradiologische Verbindungen werden Bilddaten ausgetauscht und gemeinsam ausgewertet. Patienten, die einen spezialisierten Eingriff benötigen, können anschließend gezielt nach Leipzig verlegt werden. Das Versorgungsmodell zeigt, welche Bedeutung regionale Kliniknetzwerke und digitale Diagnostik für die Schlaganfallmedizin haben. Während komplexe Eingriffe an spezialisierten Zentren gebündelt werden, ermöglichen die angeschlossenen Krankenhäuser eine schnelle Erstdiagnostik und koordinierte Weiterbehandlung.

Pressemitteilung des "Universitätsklinikums Leipzig" vom 26.10.2026