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Wenn Immunzellen Präzisionswaffen werden

Eine neue Studie aus Leipzig zeigt, wie nah die personalisierte Krebsmedizin heute schon an der klinischen Realität ist und wo ihre Grenzen liegen. Forschende der Universitätsmedizin Leipzig und des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie haben zwei moderne CAR-T-Zelltherapien bei Patientinnen und Patienten mit Multiplen Myelomen über längere Zeiträume begleitet und dabei tief in die molekularen Abläufe dieser lebenden Medikamente geblickt.
11.12.2025

Das Ergebnis ist ebenso beeindruckend wie differenziert. Eine der untersuchten Therapien führte bei deutlich mehr Betroffenen zu einer vollständigen Rückbildung der Erkrankung und hemmte das Fortschreiten des Krebses über einen längeren Zeitraum. Für den Erfolg sind jedoch nicht nur das Medikament selbst, sondern auch der Zustand des Tumors, die Fitness der körpereigenen Abwehrzellen und das Entzündungsniveau im Körper entscheidend.

Mithilfe hochauflösender Einzelzellanalysen konnten die Forschenden aufzeigen, warum eine stärkere Wirkung auch neue Risiken mit sich bringt. Bestimmte Immunzellen vermehren sich intensiver, was den Krebs zwar effektiver bekämpft, aber auch Nebenwirkungen begünstigen kann. Genau hier setzt ein neues Folgeprojekt an, das mit mehr als zwei Millionen Euro gefördert wird. Das Ziel besteht darin, Immuntherapien künftig besser zu steuern und sinnvoll mit anderen modernen Wirkstoffen zu kombinieren. Die personalisierte Krebsmedizin wird damit nicht nur wirksamer, sondern auch berechenbarer.

Pressemitteilung der "Universität Leipzig" vom 11.12.2025