Die Bewohner des Pflegeheims nehmen an einer sechsmonatigen Studie teil, die von Professor Tom Schaal von der Westsächsischen Hochschule Zwickau geleitet wird, der auch als Präsident des DRK-Regionalverbands Chemnitz fungiert. Das Neteera-System wird zwei Meter über dem Bett angebracht und misst mithilfe von Hochfrequenzradar kontinuierlich Herzfrequenz, Atemfrequenz, Atemtiefe und Bewegung – ganz ohne Kontakt oder Mitwirkung des Bewohners und ohne jeglichen Aufwand für das Personal.
Eine bessere Erfahrung für Bewohner und Personal
Nicole Porstmann, Leiterin der DRK-Pflegeeinrichtung, nannte drei direkte klinische und betriebliche Vorteile, die sie sich von der Einführung verspricht:
- Schnellere klinische Reaktion, wenn Herzfrequenz oder Atemfrequenz außerhalb der erwarteten Bereiche liegen
Klinische Überprüfung, wenn ein Vorab-Screening-Wert für obstruktive Schlafapnoe (nur EU) Anlass zur Sorge gibt
- Wegfall der routinemäßigen manuellen Kontrollen alle zwei Stunden während der Nacht, die derzeit den Schlaf der Bewohner stören
- Frühere Erkennung von gesundheitlichen Veränderungen, Unterstützung der Versorgung vor Ort und potenzielle Vermeidung von Verlegungen ins Krankenhaus
Das Pflegepersonal kann die Vitalparameter der Bewohner in Echtzeit auf einem zentralen Dashboard einsehen, wodurch das Pflegeteam auch zwischen den Visiten einen kontinuierlichen Überblick über den klinischen Zustand erhält.
Professor Schaal sieht die Technologie als Sprungbrett zu einem umfassenderen Ziel: Menschen zu ermöglichen, länger sicher in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben. Nach der Phase in der Pflegeeinrichtung plant sein Team, die Forschung auf ambulante und häusliche Pflegeeinrichtungen auszuweiten.
Das Pilotprojekt in Chemnitz trägt zur wachsenden internationalen Präsenz von Neteera bei.
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