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Kupando bringt neue Immuntherapie erstmals in die Klinik

Das Brandenburger Biotechunternehmen Kupando hat den ersten Patienten in einer klinischen Phase 1-Studie mit seinem Wirkstoffkandidaten KUP101 behandelt. Damit wechselt das Unternehmen aus Schönefeld mit seinem wichtigsten Entwicklungsprogramm von der präklinischen in die klinische Phase.
06.08.2026

KUP101 verfolgt einen anderen Ansatz als viele etablierte Krebsimmuntherapien. Der Wirkstoff aktiviert gleichzeitig die Toll-Like Rezeptoren (TLR) 4/7 und soll damit das angeborene Immunsystem gegen Tumoren mobilisieren. Zudem zielt Kupando auf die sogenannte trainierte Immunität. Dabei werden Zellen des angeborenen Immunsystems so verändert, dass sie auf weitere Reize stärker reagieren können. Die Studie untersucht zunächst Sicherheit und Verträglichkeit sowie Pharmakokinetik und Pharmakodynamik. Eingeschlossen werden Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren mit Schwerpunkt auf verschiedenen Hautkrebsarten. Insgesamt sind 21 Teilnehmer vorgesehen. Nach der ersten Behandlung hat ein Sicherheitskomitee die weitere Aufnahme von Patienten freigegeben. Interessant ist KUP101 auch mit Blick auf Kombinationstherapien. In präklinischen Untersuchungen beobachtete Kupando zusätzliche Effekte gemeinsam mit Checkpoint Inhibitoren. Ob sich diese Ergebnisse auf Patienten übertragen lassen, muss die klinische Entwicklung erst zeigen. Für Kupando ist der Studienstart zugleich ein wichtiger Werttreiber. Das Unternehmen hatte im März weitere 10 Millionen Euro eingeworben und seine Series A-Finanzierung damit auf insgesamt 23 Millionen Euro erhöht.

Pessemitteilung der "Kupando GmbH" vom 06.08.2026