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Neue Hoffnung für Alzheimer Betroffene aus Leipzig

Am Universitätsklinikum Leipzig wurde erstmals eine Patientin mit dem neuen Antikörper Lecanemab behandelt. Für die 66-jährige Frau beginnt damit eine Therapie, die das Fortschreiten der Alzheimerkrankheit im frühen Stadium spürbar bremsen kann. Fachleute werten den Wirkstoff als wichtigen Durchbruch, da bisher keine Behandlung den Krankheitsverlauf zuverlässig verlangsamen konnte.
11.11.2025

Ein großes Team um Prof. Dr. Dorothee Saur hat über Monate hinweg die komplexen Abläufe aufgebaut und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Neurologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin organisiert. Die Patientin erhält nun alle zwei Wochen eine Infusion und wird engmaschig mit MRT und PET begleitet, um die Wirkung und mögliche Reaktionen im Gehirn genau zu verfolgen. Das Ziel besteht darin, krankhafte Amyloid-Ablagerungen sichtbar zu reduzieren und die Alltagsfähigkeit möglichst lange zu erhalten. Noch ist die Therapie nur für eine kleine Gruppe geeignet, das Interesse ist jedoch riesig. Rund fünfzig Menschen pro Woche melden sich in der Demenzsprechstunde, um ihre Chancen prüfen zu lassen. Mit Donanemab steht bereits ein zweiter Wirkstoff bereit, der ebenfalls für frühe Stadien infrage kommt. Die Fachwelt erwartet weitere Fortschritte und hofft auf einen Wendepunkt für viele Betroffene und ihre Familien.

Pressemitteilung des "Universitätsklinikum Leipzig" vom 11.11.2025