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SPRIND sucht Biosensoren für kontinuierliche Hormonmessung

Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) setzt mit einer neuen Challenge auf einen Technologiebereich, der das Potenzial hat, Diagnostik und Präzisionsmedizin grundlegend zu verändern. Gesucht werden Teams, die Biosensoren entwickeln, mit denen sich Hormone erstmals kontinuierlich über mehrere Tage messen lassen. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen in der Frauengesundheit, bei denen einzelne Laborwerte häufig nur begrenzte Aussagen über dynamische biologische Prozesse ermöglichen.
27.07.2026

Die Herausforderung besteht darin, mindestens vier Hormone über einen Zeitraum von sieben Tagen direkt in biologischen Flüssigkeiten wie Schweiß, Speichel oder Gewebeflüssigkeit zu erfassen. Die gewonnenen Daten sollen neue Möglichkeiten für Diagnose, Therapie und Prävention eröffnen, etwa bei Präeklampsie, Endometriose oder hormonabhängigen Stoffwechselerkrankungen. Parallel soll ein standardisierter Datensatz entstehen, der künftige Forschung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz unterstützt. Die Challenge ist auf drei Jahre angelegt. Ausgewählte Teams können in mehreren Entwicklungsstufen Fördermittel von insgesamt bis zu sechs Millionen Euro pro Projekt erhalten. Neben der Finanzierung stellt SPRIND den Teilnehmenden Mentoring sowie den Zugang zu wissenschaftlichen und industriellen Netzwerken zur Verfügung. Mit dem Wettbewerb adressiert SPRIND einen Bereich, der international als nächstes Entwicklungsfeld der Medizintechnik und FemTech gilt. Für Unternehmen aus Biotechnologie, Diagnostik, Sensorik und Digital Health eröffnet sich damit die Möglichkeit, neue Plattformtechnologien mit breitem klinischem und wirtschaftlichem Potenzial zu entwickeln.

News der "SPRIND GmbH" vom 27.07.2026